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Wohnungslüftung

Je dichter unsere Häuser werden, desto wichtiger wird es, diese regelmäßig zu lüften. 
Wer neu baut oder energetisch saniert, sollte sich deshalb auch mit der Wohnungslüftung beschäftigen. „Gute“ Luft in geschlossenen Räumen ist elementar für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Der erforderliche Frischluftbedarf ist jedoch bei einer energiesparenden, luftdichten Bauausführung ohne aktive Unterstützung, d.h. Lüftung, nicht mehr gewährleistet. Die hohe Gebäudedichtheit stellt gegenüber der früheren undichten Bauweise höhere Anforderungen an das Lüftungsverhalten der Bewohner.
In Altbauten stellt sich die Sachlage oft so dar: Die alten undichten Fenster sorgen für einen ständigen Luftaustausch (Selbstlüftung). Feuchte Raumluft wird permanent durch frische Außenluft ausgetauscht. Das ist selbstverständlich mit Wärmeverlusten und Zugerscheinungen verbunden.  Nach einem Fenstertausch entfällt diese sogenannte „Selbstlüftung“. Wärmeverluste werden reduziert. Die feuchte Raumluft wird jedoch nicht mehr automatisch durch die „Selbstlüftung“ abtransportiert. Eine Kompensation durch manuelle Fensterlüftung (Fenster öffnen) muss erfolgen.

Wird zu wenig gelüftet kann das unter anderem zu Kondensat- und/oder Schimmelpilzbildung führen.

Rechtliche und technische Grundlagen:

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) und die DIN 4108-2 (Wärmeschutz und Energieeinsparung in Gebäuden, Teil 2: Mindestanforderungen an den Wärmeschutz) schreiben vor:

► Die Gebäudehülle muss dauerhaft luftundurchlässig sein.
► Ein ausreichender Luftwechsel muss gewährleistet sein, um zu hohe Kohlendioxidbelastung, Luftfeuchte, Schimmelpilzbildung und zu
hohe Schadstoffkonzentrationen zu vermeiden.
► Ausreichender Luftwechsel gemäß DIN 4108-2 ist gegeben, wenn alle zwei Stunden die Luft einmal ganz ausgetauscht wird (Luftwechsel n=0,5h-1)
► Die anzunehmende Luftwechselrate über Gebäudeundichtheiten bei gemäß DIN bzw. EnEV ausgeführten Häusern, d.h. Neubau bzw. sanierter Altbau, liegt zwischen
n=0,3 h-1, d.h. nach mehr als 3 Stunden, und
n=0,1 h-1, d.h. erst nach 10 Stunden.
Fazit

Für den weiteren notwendigen Luftaustausch
müssen weitere Lüftungsmaßnahmen vorgesehen werden.
Lösungen

Die manuelle Fensterlüftung, d.b. per Hand Fenster öffnen / schließen.
Merkbatt „Richtig Lüften

► Die manuelle Fensterlüftung kann unterstützt werden durch den Einbau von Lüftungseinrichtungen im Fensterrahmen, Fensterfalzlüftern, oder dem Einbau von Lüftern in der Fensterverglasung.
Lösungsbeispiel Sanierung „ClimaTEC

► Dezentrale Lüftungssysteme als reine Abluftanlage oder als Abluft- und Zuluftanlage (optional auch mit Wärmetauscher)
Lösungsbeispiel Sanierung „inVENTer

► Zentrale Lüftungssysteme als reine Abluftanlage oder als Abluft- und Zuluftanlage
(optional auch mit Wärmetauscher).

Hinweis:
Im Gegensatz zu einer reinen Abluftanlage, benötigt ein Zu- und Abluftsystem zwei separate Kanäle. Einen für die frische und einen für die verbrauchte Luft. Ventilatoren im Inneren der Kanäle saugen die Luft herein und wieder heraus. Das besondere dieser Anlagen ist die Möglichkeit einen Wärmetauscher einzusetzen. Der Wärmetauscher entzieht der verbrauchten Luft die Wärme und mischt sie der Frischluft bei. Ein Vorgang der als Wärmerückgewinnung bezeichnet wird.




    Bild links:
Schimmelpilzbildung an einer Aussenwand.
Schimmelpilze entstehten besonders gerne bei zu hoher Luftfeuchtigkeit.
     
    Bild links:
Eine Milbe unter dem Mikroskop.
Nicht nur Schimmelpilze sondern auch Milben vermehren sich besonders gut bei hoher Luftfeuchtigkeit.

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